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Tagebuch Olympiade 2010

Tagebuch Nr. 4 vom 4. September 2009

Werte Besucher meines Tagebuches

Februar 09

Hallo liebe Leser meines Tagebuches - 14.2.09

Seit meinem letzten Eintrag ist nun fast 1 Monat vergangen. Seit ich zu einem Comeback ja gesagt habe, gehören meine Trainingstasche und die Sportsachen zur ständigen Ausrüstung die jeden Tag von zu Hause aus mitgeschleppt wird.
Normalerweise trainiere ich immer am Morgen von 08.30- 11.00 Uhr.
Dies kann ich mir gut so einteilen, da meine Mitarbeiter vom Kybun Center mich jeweils gut vertreten.

Als ich zum ersten Mal nach fast 4 Jahren die Trainingsräume auf der Allmend betrat, kam mir genau der gleiche Geschmack entgegen, der mich während den erfolgreichen Jahren von 1999-2004 begleitet hat.
Der Geschmack von Schweiss, Leiden, Anstrengung und auskotzen bis zum „geht nicht mehr“.
Die Trainingsräume sind sehr spartanisch eingerichtet, aber alles was ich benötige ist vorhanden.
Es kommt sowieso darauf an, ob mein Kopf gut eingerichtet ist, nicht primär das „rundherum“….
Freundlich und spontan haben mir die Stadt Luzern, und vor allem die Sportanlagen Allmend mit dem Chef Gregor Jurt, bewilligt meine Vorbereitung zu Olympia auf der Allmend zu absolvieren. Vielen herzlichen Dank!

Mein Athletiktrainer Robin Städler, hat für mich ein Trainingsprogramm ausgearbeitet, in der es in einer 1. Phase darum geht, meinen Körper wieder daran zu gewöhnen täglich körperliche Höchstleistungen zu bringen.

Dies heisst, dass ich täglich eine Einheit von ca. 1,5 bis 2 Stunden trainiere.
Mein Training beinhaltet vor allem die Bereiche: Sprint, Krafttraining, Rumpf und Stabilisation, Bobstart und Ausdauer.

Leiden heisst, wenn alles schmerzt, trotzdem die Übungen bis zum Ende durchzuziehen.
Es bedeutet aber auch, vor allem wenn man viel alleine trainiert, sich nicht selber zu bescheissen, sondern wirklich den ganzen Umfang des Trainings zu absolvieren?

Dies hat mir allerdings nie in meinem Leben Probleme bereitet.
Es wird auch diesmal nicht anders sein.

Mehr von Trainings und Schweisstropfen gibt es später.

Sportliche Grüsse

Steve

Liebe Bobsportfans

Einige von Euch werden es kaum glauben, und die anderen denken, der spinnt doch!

In der letzten Zeit wurde ich des öfteren angefragt, ob ich mich nicht nochmals dazu entschliessen könnte dem Bob hinterher zu rennen. Anfänglich dachte ich mir, nein das tue ich mir niemals mehr an, ausser zu Plauschrennen.

Nach langem überlegen und organisieren, habe ich mich Mitte Januar doch entschlossen, nochmals mit Vollgas die Olympiaqualifikation 2010 anzustreben. Diese Entscheidung habe ich mir sicher nicht leicht gemacht, denn es waren viele Faktoren zu berücksichtigen.

Da ich im November zum zweiten Mal Vater geworden bin, galt es zuerst die familiäre Unterstützung oder Durchführbarkeit mit meiner Frau zu besprechen. Im Hinterkopf dachte ich, hoffentlich rettet meine Frau mich davor, damit ich nicht nochmals 13 Monate leiden muss…

Da Nadja aber total tolerant und sportbegeistert ist, konnte ich hier keinen Negativentscheid verbuchen. Für Nadja ist es eine harte Zeit in den 13 Monaten, muss sie doch schauen, dass sie Familie, Garten und Haus, Geschäft und Freunde unter einen Hut bringt. Mit meiner grösseren Tochter Vivienne musste ich nicht lange diskutieren, die fand es unglaublich toll, wenn sie Papa wieder im Fernsehen verfolgen kann. Das jüngste Familienmitglied Yael, die ist an mir sowieso noch nicht so interessiert. Die ist zufrieden, wenn sie Mamas Milch regelmässig bekommt, und wenn ihr jemand die Hosen mistetJ Sollte meine verrückte Idee doch wahr werden?

Meine berufliche Situation mit den 2 Geschäften ( MBT Shop Luzern und Kybun Laufcenter Luzern ) konnte ich gut regeln. Hier haben wir gute Mitarbeiter, die selbstständiges arbeiten gewohnt sind. Natürlich müssen diese durch meine nun ständigen Absenzen einen grossen Mehraufwand auf sich nehmen. Nun musste ich schauen, ob ich meine alte Crew wieder an Bord bringe. Ich rief meinen ehemaligen Athletiktrainer, Robin Städler an, und erzählte ihm von meinem Vorhaben. Obwohl er mit seinem Sypoba Center und dem JAB Sport ziemlich ausgelastet ist, sagte er spontan zu.

Dies war für mich dann der endgültige Entscheid zum ( Yes i can ). Unsere Zusammenarbeit in den Jahren 2000- 2003 war unglaublich erfolgreich, und darauf wollte ich mein Fundament bauen. Nun konnte ich nicht mehr zurück, denn alle wichtigen Punkte waren geregelt. Also konnte ich mein Ziel, an der Olympiade in Vancouver eine Medaille zu machen in Angriff nehmen. Warum und mit welchem Hintergrund setze ich mir das Ziel eine Medaille zu machen?

  1. bin ich überzeugt, dass ich mit meinem Trainer für mich nochmals die besten Voraussetzungen schaffen kann, um schnell zu sein.
  2. bin ich im Kopf bereit, mich nochmals 13 Monate fokussiert zu quälen, zu schwitzen und leiden und auf viele schöne Dinge zu verzichten.
  3. weiss ich, dass man an Olympischen Spielen auch mit 39 Jahren gewinnen kann. Beispiel: Als Christian Reich und ich in Salt Lake City zweite wurden, holten Christoph Langen (40) zusammen mit Markus Zimmermann (38) vor uns die Goldmedaille.

So, dies als erste Information zu meinem Comeback. Ich werde Euch ständig auf dem laufenden halten.

Sportliche Grüsse

Steve Anderhub

März 09

Werte Leser meines Tagebuches

Bereits ist das Saisonende mit dem WM Titel im 2er von Ivo Rüegg und Cedric Grand an uns vorbeigegangen. All die Bobfahrer die während der ganzen Saison im Einsatz standen, werden sich nun bis cirka Ende März die wohlverdiente Trainingspause gönnen.

Da ich aber meine sehr lange Pause bereits hinter mir habe, heisst es für mich zur Zeit absolutes Vollgas.

Momentan bin ich an 3 Fronten beschäftigt:

1. Stehe ich täglich in meinem MBT Shop in Luzern, und betreue dort unsere Kunden mit all Ihren Anliegen.

2. Bauen wir zu Hause um, das heisst, es gibt einen neuen Holzschopf mit Autogarage und Lagerplatz. Von diesem machen wir einen grossen Teil der Arbeit selber.

3. Warten täglich meine Trainingseinheiten auf mich.

Seit ich im Januar mit dem Training begonnen habe, sind bereits 6 Kilogramm meines Körpergewichts verloren gegangen. Diesen traure ich aber sicherlich nicht nach:-) Ich könnte mir vorstellen, dass mir diese 6 Kilos bestimmt wieder irgendwann über den Weg laufen.

Letzte Woche habe ich mir beim Kniebeugentraining mein Becken ziemlich stark verschoben. Dies hat sich dann in einer schmerzvollen Unbeweglichkeit bemerkbar gemacht. Zum Glück konnte ich mir dann sofort im MTC Trainingscenter in Emmen bei Pieter Keulen Hilfe holen. In diesem Center werde ich auch fast wöchentlich sehr professionell massiert und behandelt. www.mtc.ch

Nach einer langen Zeit des Hobbysports, kann vor allem an Anfang, bis man sich gewohnt ist solcherlei passieren. Nun aber 10 Tage später geht es mir eigentlich schon wieder so gut, dass mein Training darunter nicht leidet.

Zum jetztigen Zeitpunkt des Bobjahres werden die Mannschaften für die neue Saison zusammengestellt. Jeder Pilot probiert für sich die optimalste Mannschaft für die Olympiavorbereitung zu werben. Natürlich suchen sich auch die Bremser die beste Möglichkeit um sich in einer starken Mannschaft für die Olympiade zu qualifizieren. Hoffen wir, dass sich mein Pilot in diesem Teich die besten Athleten fischen kann.

Letzte Woche war mein Pilot, Dani Schmid bei uns zu Hause zwecks Saisonbesprechung zu Gast. Es wird einiges auf uns zukommen in diesem Jahr! Aber die Freude auf die Olympiasaison ist riesig und wir tun alles um unsere Träume umzusetzen.

Mehr von mir gibt es später.

Eisige Grüsse

Steve Anderhub

Mai 09

Am 8. Mai hiess es bereits einrücken für 4 Tage zum 1. gemeinsamen Trainingslager mit der Mannschaft in Tenero.

Das ganze Team war vollzählig, und mit Christoph Sieber und Christian Reich hatten wir noch zusätzliche Betreuung im mentalen und athletischen Bereich an unserer Seite.

Wir trainierten täglich eine Einheit Kraft und eine Einheit Starttraining. Mit einem Teaminternen Plauschwettkampf wurde zudem der Spass und die Kameradschaft gefördert.

In Tenero (Tessin) fühlt man sich jeweils wie in Italien irgendwo am Meer. Das Klima und die Topvoraussetzungen sind optimal für Trainingslager im Frühling.

Bereits ist nun Ende Mai, und schon bald werden meine Trainingspläne umgestellt.

Mehr dazu im nächsten Brief.

Fernsehbericht TeleTell über Bob Comeback vom 28.5.09:

http://www.teletell.ch/videoplayer.php?id=807

Juni 09

Wieder ist eine lange Zeit vergangen seit meinem letzten Eintrag im Tagebuch. Es hat sich einiges und leider teilweise gar nichts getan in meinem Sportlerleben.

Doch dazu später mehr.

Ich habe mich ziemlich gut ins Team integriert und auch den Trainingsalltag bringe ich fleissig hinter mich. Am Anfang war es schwierig einzuschätzen, ob ich es noch mal Leistungsmässig ans Niveau der anderen Kollegen bringe. Man kann aber zwischenzeitlich optimistisch sagen, ich schaffe es!

Bei den Teaminternen Vergleichen ist meine Leistung so ungefähr auf dem Niveau meiner Teamkameraden. Was mir noch fehlt, ist die Geschwindigkeit, diese wird sich aber im Lauf der Monate und der Trainings noch stark verbessern. Da meine Kraftwerte aber doch schon konkurrenzfähig sind, bin ich dann vor allem beim Schlitten mit hohem Gewicht schon recht stark.

Am 23. Juni fahren wir für 4 Tage in den Nationalmannschaftszusammenzug nach Magglingen. Einige Zeit ist vergangen, seit ich in Magglingen als Hauptfeldweibel der Spitzensport RS meinen Dienst verrichten konnte. Schöne Erinnerungen an diese Zeit sind in mir hochgekommen. Vielen Dank nochmals, obwohl schon einige Jahre zurück ans Militär für diese grandiose Möglichkeit Dienst zu leisten.

Mehr unter folgendem Link:

http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/themen/spitzensport/spitzensportfoerderung_armee/spitzensport-rs.html

Einiges hat sich seither in Magglingen verändert. Viele neue Unterkünfte wurden gebaut und der ganze Essbereich wurde total erneuert. So kann heute jeder Sportler aus verschiedenen Menus auswählen. Es gibt was für Vegetarier, immer Pizza oder Pasta und auch die Fleischliebhaber kommen in der ausgezeichneten Küche nicht zu kurz.

Einige die in den 90er Jahren hier Dienst taten oder sonst trainierten würden Ihren Augen nicht mehr trauen und glauben der Gaumen täusche sich J!

Was aber immer noch gleich geblieben ist, sind die Gastfreundlichkeit, die optimalen Voraussetzungen für Sportler und der „Benninger Kürtu“ (allseits bekannter DUL-X Guru und Masseur, der wohl schon ziemlich jedes Sportler Wädli unter seinen Fingern hatte!)

Unsere Woche war vor allem dem Athletischen Sprint- und Krafttraining gewidmet.

Da zur gleichen Zeit die ganze Bob Nati und die Skifahrer in Magglingen waren, gab es ab und zu ein Gedränge im Kraftraum. Auf der anderen Seite konnte man dies kompensieren durch viele Kontakte mit anderen Sportlern in ungezwungener Atmosphäre.

Das Trainingslager wurde mit dem Anschubtraining in Oberentfelden am Freitag beendet.

Juli 09

Am 2. Juli war schon der nächste Trainingszusammenzug in St. Moritz. Morgens hies es zuerst nach Cham zu Adidas fahren, um uns bekleidungstechnisch auf Vordermann zu bringen. Gegen 13 Uhr trafen wir dann bei Super Wetter im Engadin ein. Mit grossem Hunger fuhren wir schnur stracks zu Christian Jurczyk ins Saluver zum Mittagessen. Die ganze Zeit des Trainingslagers konnten wir im Restaurant Saluver die Mahlzeiten einnehmen. Dies waren nicht einfach Mahlzeiten, sondern Christian ist überhaupt einer der besten Köche die es gibt, und jede Mahlzeit macht enorme Lust auf mehr!

www.saluver.ch

Unser Quartier haben wir in der Inn Lodge bezogen. Die Inn Lodge wird von Alexander Meili, dem Bruder des früheren Schweizer Bobpiloten Christian Meili in Celerina geführt.

www.innlodge.ch

Die Zimmer sind einfach aber sehr sauber und für unsere Zwecke geradezu ideal eingerichtet. Die Gastfreundschaft ist riesig, und wir sind super aufgehoben.

Dieses Trainingslager diente vor allem der Verfeinerung der Anschubtechnik und dem athletischen Training. Täglich absolvierten wir eine 2 stündige Starteinheit. Dann jeweils abwechselnd ein Sprint-, Sprung- oder Krafttraining. Die ersten 3 Tage bis Sonntag verliefen optimal, und wir hatten die Gelegenheit, am Sonntag ein Stück Schweizer Sportgeschichte mitzuerleben. Roger Federer gewann in Wimbledon zum 6. Mal und stellte eine Marke auf, die wohl zu unseren Lebzeiten niemand mehr knacken wird. Für mich ist Roger Federer mit seinem Charakter, seiner Zielstrebigkeit und seinen Fähigkeiten sich auf ein Ziel zu fokussieren das absolute Vorbild.

Allerdings passierte an diesem Sonntag noch etwas anderes, das für mich sehr einschneidend war und mich bis zum heutigen Tage beschäftigt und zur Untätigkeit im sportlichen Sinne zwingt!! Beim sonntäglichen Nachmittagstraining machte ich mit Markus Lüthi zusammen Sprint- und Sprungtraining. Markus ist ein exzellenter Sprinter der seines Zeichens Schweizer Meister über 100 Meter ist. Beim Xten Durchgang Sprünge über jeweils 8 Hürden passierte das folgenschwere Missgeschick……Irgendwie bei der Landung zog ich mir eine Verletzung im linken Knie zu.

Wie schwer diese war, sollte sich erst einen Monat später herausstellen.

Als wir uns am Abend bereitmachten fürs Nachtessen, wollte ich mich vorher noch duschen. Ich stand vom Bett auf, und sackte sofort links ein. Ein stechender Schmerz zwang mich mit gestrecktem Bein in die Dusche zu humpeln. Auch das Treppenlaufen war schier unerträglich. Am anderen Morgen schonte ich mich beim Training, denn es war mir nicht möglich mein linkes Knie zu beugen.

Bereits schon am Mittwoch war der Leistungstest des Schw. Bobverbandes www.sbsv.ch angesagt und ich war verletzt. Keine guten Aussichten um mich gut in Szene zu setzen. Aber trotzdem nahm ich daran teil und wollte nicht kneifen. Was sich aber dann in einem sehr schlechten Test niederschlug. Bereits beim 60 Meter Lauf konnte ich nicht mal in die optimale Startposition wegen den Schmerzen, aber ich biss durch. Von nun an, schonte ich meine Beine in den Trainings und trainierte vor allem meinen Oberkörper, in der Hoffnung auf baldige Genesung. Aber die Schmerzen zogen sich durch den ganzen Juli hin, und es wollte einfach zu keiner Besserung kommen. Ende Juli entschloss ich mich, mein Knie Dr. Andi Gösele von der Crossklinik in Basel zu zeigen. Nach dem MRI Röntgen sah er sich die Bilder an, und kam zu folgender Diagnose: 

„Teilabriss der Quadrizepssehne links oberhalb der Kniescheibe“

Er meinte:“ Dies war kurz vor einem kompletten Riss“. Ich fiel aus allen Wolken.

Was bedeutete das? Andi empfohl mir sofort mit einer Spritzentherapie direkt ins Knie zu beginnen. Nun fuhr ich also für 1 Monat 1-2 mal pro Woche nach Basel um mein Knie zu spritzen.

 August 09

Beim verletzten Knie traf keine Besserung ein. Während der ganzen Zeit machte ich Physio- und Stosswellentherapie.

 www.mtc.ch

Stosswellentherapie ist ungefähr zu vergleichen wie wenn jemand mit einem Kompressor einen Strassenbelag aufbricht oder eine Mauer wegspitzt. Man geht direkt auf die verletzte Stelle und hämmert darauf rum. Ende August traf ich mich mit Andi zu einer Standortbestimmung in Basel.

www.crossklinik.ch

Es gab 3 Varianten:

  1. Eine Operation, bedeutet bis zu einem halben Jahr ausser Gefecht.
  2. Weiter Spritzentherapie, Heilungszeit ungewiss. Folgen der Spritzen: Sehne wird spröde und Gefahr eines Totalrisses
  3. Alternativ heilen lassen. Zeit unbestimmt, dafür keine Operation.

Nach langem diskutieren mit Dr. Gösele einigten wir uns für die 3 Variante. Da ich bald 40 Jahre alt werde, macht es aus Sicht der Heilungsphase keinen Sinn für eine OP. Die Gefahr eines Totalrisses ist gross, und das wollen wir für meine weitere Gesundheit nicht riskieren. Ebenso kann Arthrose eine Folge der OP sein.

September 09

Nun bin ich also noch immer verdammt zum Nichtstun. 2 Mal versuchte ich bereits erfolglos leichtes Lauftraining zu machen. Die Zeit läuft mir langsam davon…..Mein Pilot Dani Schmid schockierte die Nachricht natürlich total. Doch muntert er mich immer wieder auf, dass es schon gut kommen werde.

Das hoffen wir alle, aber ich muss ehrlich eingestehen, die Zeit ist sehr knapp und der Heilungsprozess läuft einfach zu langsam als dass ich mir Hoffnungen machen darf.

Wer weiss, vielleicht passiert ein Wunder….Dies nun heute am 4. September zu meiner Verfassung. Alles weitere in Bälde.

Sportliche Grüsse

Steve

 

Hallo zusammen

Inzwischen hat sich so einiges in meinem Sportlerleben getan. Das neue Team von meinem Piloten Dani steht nun auch. Meine Teamkameraden sind folgende:

 -Florian Willisegger

-Manuel Lüthi

-Markus Lüthi

-Michael Lukas

 Mit dieser Truppe haben wir sicher das Potenzial um uns für unser grosses Ziel, die Olympischen Winterspiele in Vancouver zu qualifizieren. Ich will natürlich in dieser Equipe eine Leaderfunktion übernehmen, da ich rein von meiner Erfahrung her weiss, um was es geht und vor allem was es braucht, um sich für einen Anlass solcher Grösse zu qualifizieren. Schon kurz nach meinem offiziellen Comeback hatte ich im Februar schon das erste Mal Besuch von den Kontrolleuren von Antidoping Schweiz. Als ich mich zum Comeback entschieden hatte, meldete ich mich sofort bei Swiss Olympic und Antidoping Schweiz an, damit ich in den Kontrollpool aufgenommen werde. Nach 10 Tagen bekam ich bereits den Negativbescheid zugestellt. Mein Körper hat sich inzwischen sehr gut an den Rhythmus des Trainings gewöhnt. In der Zeit des Umbaus zu Hause war ich jedoch ziemlich am Limit mit der körperlichen Belastung. Da ich viel auf der Baustelle mithalf und dennoch jeden Tag trainierte, konnten wir dann anfangs April mit Erleichterung den Bau fertig stellen. An Ostern hatte ich dann einen Riesendusel, als Nadja und ich mit unseren jüngeren Tochter Yael spazieren gingen.

Wir spazierten bei uns durch den Wald und vorbei an Nachbars Bauernhöfen. Während ich mit meiner kleinen Tochter schmuste, beging ich plötzlich einen Misstritt! Nur mit Mühe konnte ich einen Sturz mit Yael auf dem Arm verhindern….Ich bin in einem Moment der Unachtsamkeit in ein Asphaltloch getreten und spürte einen riesigen stechenden Schmerz im rechten Fussknöchel. Sofort nahm Nadja die kleine auf dem Arm, und wir marschierten so schnell es ging nach Hause. Da Nadja als Med. Therapeutin sofort wusste was zu tun war, musste ich die Beine hochlagern und sofort meinen Knöchel kühlen. Es bildete sich zum Glück nur ein kleiner Bluterguss, sodass ich Hoffnung auf nur eine kleine Verletzung hatte. Schon am anderen Tag ( Ostermontag) bekam ich kurzfristig in der Fussklinik Luzern bei meinem Freund Dr. Christian Sommer einen Termin. Nach einer kurzen Analyse gab er Entwarnung und meinte, dass ich bereits nach einigen Tagen wieder voll belasten könne.

Herzlichen Dank Christian!

Zu meiner grossen Erleichterung war dies denn auch wirklich so, und ich konnte eine Woche später schon wieder vollumfänglich mein Krafttraining absolvieren. Einzig beim Sprint und Sprungtraining dauerte es einige Tage länger. Natürlich konnte ich mich vom 1 Tag an im MTC in Emmen behandeln lassen. Mein Physio Oli und die Therapeutin Anna schauen, dass ich jeweils sofort wieder auf Vordermann komme Ende April ist mit der Luga in Luzern die Messe die während 10 Tagen für unser Geschäft jedes Jahr ein Highlight darstellt. Hier arbeiten wir wie die Verrückten, um unsere sensationellen ( physiological Produkte ) MBT, Joya und Kybun der Kundschaft näher zu bringen. Die Messe 2009 war ein Vollerfolg für uns, aber auch gleichzeitig die Vollbelastung für Geschäft, Familie und Sport. Nadja machte den administrativen und Buchhalterischen Teil der Messe. Ihre Eltern Margrith und Rinaldo durften unsere jüngste, Yael den ganzen Tag hüten. Vivienne die ältere Tochter, wollte unbedingt beim Aufbau der Messe mithelfen. Und ich war an der Front in Luzern und konnte mit einem Superteam die Luga bewältigen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, an dieser Stelle allen die mitgeholfen haben an der Messe oder zu Hause oder im Laden recht herzlich für den genialen Einsatz zu danken!!! Ebenfalls möchte ich unseren treuen Kunden die uns immer die Treue erweisen ein Dankeschön aussprechen.

  

Liebe Grüsse

Steve

 

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